Versiegelung

Kauflächenschutz durch Fissurenversiegelung

Die Backen- und Mahlzähne haben auf den Kauflächen kariesgefährdete Einziehungen, so genannte Fissuren oder Grübchen.
(Entsprechende Einziehungen finden sich gelegentlich auch auf der Gaumenseite von Front- und Malzähnen im Oberkiefer und auf den zur Wange zugewandten Flächen unterer Mahlzähne.)

Diese Einziehungen und Grübchen sind groß genug für Abermillionen von Bakterien, aber zu schmal für die Reinigung mit der Zahnbürste.
Sie sind oft trichterförmig und in der Tiefe höhlenartig erweitert, so dass sich dort Speisereste ansammeln können, die wiederum von den Bakterien zersetzt werden und so zur Erkrankung des Zahnes durch Karies führen können.

Die Fissurenversiegelung stellt eine wissenschaftlich anerkannte und bewährte Methode dar, die bei kariesgefährdeten Zähnen im Kauflächenbereich angewandt werden sollte.

Nach dem Durchbruch der Zähne in die Mundhöhle sind diese Fissurenbereiche der Kauflächen am stärksten kariesgefährdet, da an diesen Stellen der Zahnschmelzmantel (die natürliche Schutzhülle des Zahnes) besonders dünn ist. Deshalb werden diese Bereiche (auch bei guter Mundhygiene!) zuerst und am häufigsten kariös.
Eine Versiegelung verhindert die Einlagerung von Speiseresten und Bakterien, bevor Karies entstehen kann, und sie ermöglicht durch die glatte Oberfläche eine optimale Reinigung der Kauflächen.

Was machen wir bei der Fissurenversiegelung?

Wir reinigen die Kauflächen mit einem speziellen Druckluft-Pulver-Gemisch („Air-Flow“).
Wir führen eine Vorbehandlung des Zahnschmelzes durch, um das Versiegelungsmaterial innig und dauerhaft mit der Zahnoberfläche zu „verschmelzen“.
Wir tragen das Versiegelungsmaterial auf und härten es mit energiereichem Licht.

Nachsorge

  • Auch eine Fissurenversiegelung kann gelegentlich ganz oder teilweise abplatzen. Diese Verluste treten meist innerhalb der ersten 4 bis 6 Monate nach der Versiegelung auf. Aus diesem Grund empfehlen wir eine Nachkontrolle innerhalb diesen Zeitraumes.
  • Falls Teile des Versiegelungsmaterials abgeplatzt sind, können diese bei den Nachkontrollen leicht ergänzt werden.


Zahlreiche klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Versiegelungen eine mittlere Lebensdauer von 7 bis 10 Jahren aufweisen, und dass durch sie das Auftreten von Fissurenkaries deutlich vermindert werden kann.

Die Fissurenversiegelung ist eine vorbeugende Maßnahme, die andere vorbeugende Maßnahmen wie angemessene Mundhygiene, ausgewogene und „zahnschonende“ Ernährung sowie Fluoridierung (Zahnschmelzhärtung) nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.

 

 


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